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Knieendoprothetik

Moderne chirurgische Behandlung zur Schmerzlinderung, Wiederherstellung der Beweglichkeit und Rückkehr zu einem aktiven Leben.

Wenn Knieschmerzen das Gehen einschränken, den Alltag beeinträchtigen und eine konservative Behandlung keine ausreichende Wirkung mehr zeigt, kann die Endoprothetik der nächste Behandlungsschritt sein.

Wann eine Endoprothese notwendig wird

Bei ausgeprägter Arthrose werden die Gelenkflächen des Knies nach und nach zerstört. Der Schmerz verstärkt sich, die Bewegungen werden eingeschränkt, und die Form des Gelenks sowie die Beinachse können sich verändern.

Ab einem bestimmten Punkt können medikamentöse Behandlung, Physiotherapie, Injektionen und andere konservative Methoden die Symptome nicht mehr ausreichend kontrollieren.

Die Endoprothetik sieht den Ersatz der geschädigten Gelenkflächen durch Komponenten eines künstlichen Gelenks vor. Ziel der Operation ist es, vor allem den Schmerz zu lindern, Stabilität und Funktion des Knies wiederherzustellen und dem Patienten die Rückkehr zu einem aktiveren Leben zu ermöglichen.

Die Entscheidung zur Operation wird individuell getroffen — nicht allein anhand der Röntgenaufnahme, sondern unter Berücksichtigung von Schmerz, Beweglichkeit, Deformität, Gangbild und dem Ausmaß, in dem die Erkrankung den Alltag einschränkt.

Wann Sie sich vorstellen sollten

  • der Knieschmerz ist dauerhaft geworden oder nimmt allmählich zu
  • das Gehen gewohnter Strecken fällt zunehmend schwerer
  • der Schmerz tritt nicht nur unter Belastung, sondern auch in Ruhe auf
  • das Treppensteigen fällt schwer
  • das Knie lässt sich schlecht beugen oder nicht vollständig strecken
  • eine Beindeformität ist aufgetreten oder schreitet fort
  • wegen der Schmerzen muss auf gewohnte Aktivitäten verzichtet werden
  • die konservative Behandlung bringt keine ausreichende Linderung mehr

Was sich nach der Operation ändern kann

Für den Patienten ist das eigentliche Ziel der Endoprothetik nicht die Tatsache eines künstlichen Gelenks an sich, sondern die Verbesserung der Lebensqualität im Alltag.

Nach der Operation und einer entsprechenden Erholungsphase kann die Endoprothetik helfen:

  • den Knieschmerz spürbar zu reduzieren
  • die Gehstrecke ohne Beschwerden zu vergrößern
  • die Beweglichkeit des Gelenks zu verbessern
  • die Belastbarkeit der Extremität zu verbessern
  • eine ausgeprägte Deformität zu korrigieren
  • alltägliche Tätigkeiten zu erleichtern
  • schrittweise zu einem aktiveren Lebensstil zurückzukehren

Ziel der Behandlung ist es, dem Patienten zu helfen, das Knie im Alltag wieder mit möglichst geringen Schmerzen und funktionellen Einschränkungen zu nutzen.

Individuelle Planung der Operation

Die moderne Knieendoprothetik beginnt lange vor der eigentlichen Operation.

Vor dem Eingriff werden der Grad der Gelenkschädigung, die Anatomie des Knies, die Beinachse, die Art der Deformität, der Zustand des Knochengewebes, die Stabilität des Bandapparats und das Bewegungsausmaß beurteilt.

Auf Grundlage dieser Daten wird die Position der Endoprothesenkomponenten geplant und die chirurgische Taktik festgelegt.

Es gibt keine einzige universelle Lösung für alle Patienten. Der Endoprothesentyp und die Besonderheiten der Operation werden entsprechend der konkreten klinischen Situation gewählt.

Worauf es bei der Knieendoprothetik ankommt

Das Operationsergebnis hängt nicht allein vom Modell oder Hersteller der Endoprothese ab.

Wichtig sind:

  • eine präzise präoperative Planung
  • die korrekte Positionierung der Komponenten
  • die Beurteilung und Korrektur der Beindeformität (Varus-/Valgus-Fehlstellung)
  • die Stabilität des Kniegelenks
  • das Gleichgewicht von Bändern und Weichteilen
  • die Wiederherstellung eines funktionellen Bewegungsausmaßes
  • eine gut organisierte postoperative Erholung

Ziel ist es, nicht nur eine Endoprothese zu implantieren, sondern ein stabiles und funktionsfähiges Kniegelenk zu schaffen, das dem Patienten die Rückkehr zur gewohnten Aktivität ermöglicht.

Wie die Behandlung abläuft

01 — Beratung und Diagnostik

Wir beginnen mit einem Gespräch darüber, was den Patienten konkret beeinträchtigt und wie sehr das Problem sein Leben einschränkt. Wir beurteilen Beweglichkeit, Stabilität und Deformität des Kniegelenks, analysieren Röntgenaufnahmen und bei Bedarf weitere Untersuchungen.

02 — Präoperative Planung

Wir bestimmen die anatomischen Besonderheiten und die Deformität, planen die chirurgische Taktik, die Position der Komponenten und den Endoprothesentyp.

03 — Endoprothetik

Die geschädigten Gelenkflächen werden durch Komponenten der Endoprothese ersetzt, mit Wiederherstellung von Stabilität und funktioneller Biomechanik des Kniegelenks.

04 — Frühe Mobilisation

Nach der Operation beginnen die Mobilisation, die Wiederherstellung des Gehens und der Kniebeweglichkeit. Belastung und Rehabilitationstempo werden individuell festgelegt.

Unser Ansatz

Nicht „eine Prothese für alle“, sondern eine Lösung für den konkreten Patienten

Alter, Anatomie, Art der Deformität, Zustand von Bändern und Knochengewebe sowie Aktivitätsniveau sind bei jedem Patienten unterschiedlich. Deshalb wird die chirurgische Taktik individuell festgelegt.

Planung vor der Operation

Wir beurteilen im Voraus die Anatomie des Kniegelenks und der unteren Extremität, die Art der Deformität sowie die Besonderheiten der geplanten Endoprothetik.

Aufmerksamkeit für die Biomechanik

Wichtig ist nicht nur die Implantation der Endoprothesenkomponenten, sondern auch die Wiederherstellung von Stabilität, funktioneller Beinachse und Weichteilgleichgewicht.

Von der Operation zur Rückkehr in die Aktivität

Die Endoprothetik ist nur ein Behandlungsschritt. Frühe Mobilisation und die konsequente Wiederherstellung von Beweglichkeit und Kraft sind ein wichtiger Teil des funktionellen Endergebnisses.

Röntgenologische Beispiele

Die Röntgendiagnostik ist ein wichtiger Bestandteil der Planung der Knieendoprothetik. Sie ermöglicht die Beurteilung des Ausmaßes degenerativer Veränderungen, der Art der Deformität, des Zustands der Gelenkflächen und der Beinachse.

Bei der Operationsplanung ist es wichtig, nicht nur die geschädigten Gelenkflächen zu ersetzen, sondern auch die individuelle Anatomie, die Art der Deformität, die Position der künftigen Komponenten und die funktionelle Biomechanik der Extremität zu berücksichtigen.

Gonarthrose und Beurteilung der Beinachse

Röntgenaufnahme beider Knie im Stehen | Ganzbeinaufnahme der unteren Extremitäten

Auf den vorliegenden Röntgenaufnahmen zeigen sich ausgeprägte degenerative Veränderungen der Kniegelenke mit vorwiegender Verschmälerung der medialen Gelenkspalten und Deformität.

Die Ganzbeinaufnahme ermöglicht zusätzlich die Beurteilung der Beinachse und der gegenseitigen Position von Hüft-, Knie- und Sprunggelenk.

Diese Informationen werden bei der präoperativen Planung der totalen Knieendoprothetik verwendet.

Totale Knieendoprothetik

Postoperative Röntgenaufnahme — a.p.-Projektion | Postoperative Röntgenaufnahme — seitliche Projektion

Die Röntgenaufnahmen eines anderen Patienten nach totaler Knieendoprothetik zeigen das röntgenologische Bild der implantierten Femur- und Tibiakomponenten in a.p.- und seitlicher Projektion.

Die postoperative Röntgendiagnostik dient der Beurteilung der Komponentenposition und des Zustands der Knochenstrukturen.

Wichtiger Hinweis: Die gezeigten Bilder sind separate klinische Beispiele und stellen keine „Vorher/Nachher“-Serie desselben Patienten dar.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich, dass es Zeit für die Operation ist?

Es gibt keinen einzelnen Wert, ab dem eine Endoprothetik automatisch notwendig wird. Wichtig ist es, nicht nur die Röntgenaufnahme zu beurteilen, sondern auch Schmerz, Beweglichkeit, Gehfähigkeit, Deformität und den Einfluss der Erkrankung auf Ihr Leben.

Wenn Sie wegen des Knies Ihre Pläne ständig ändern, weniger gehen, auf gewohnte Aktivitäten verzichten und die Behandlung keine ausreichende Wirkung mehr zeigt, sollten Sie die Möglichkeit einer Endoprothetik besprechen.

Kann man es noch ohne Operation versuchen?

In vielen Fällen — ja. In bestimmten Krankheitsstadien können medikamentöse Behandlung, Physiotherapie, Anpassung der Belastung und andere Methoden angewendet werden.

Ziel der Beratung ist es nicht, den Patienten von der Notwendigkeit der Operation zu überzeugen, sondern festzustellen, ob die Möglichkeiten der konservativen oder gelenkerhaltenden Behandlung tatsächlich ausgeschöpft sind.

Wird das Bein nach der Endoprothetik gerade?

Bei Kniearthrose entsteht häufig eine Varus- oder Valgusdeformität der Extremität. Ihre Beurteilung und Korrektur ist ein wichtiger Bestandteil der Planung der Endoprothetik.

Das mögliche Korrekturausmaß wird individuell festgelegt, abhängig von Art und Dauer der Deformität sowie dem Zustand von Knochen, Bändern und Weichteilen.

Tut es nach der Operation stark weh?

Postoperative Schmerzen sind zu erwarten, besonders in den ersten Tagen. Zu ihrer Kontrolle wird eine multimodale Schmerztherapie eingesetzt, die eine frühe Mobilisation und schrittweise Wiederherstellung der Beweglichkeit ermöglicht.

Intensität und Rückgang der Schmerzen sind bei verschiedenen Patienten unterschiedlich.

Wann kann ich wieder aufstehen und gehen?

In den meisten Fällen beginnt die Mobilisation bereits in der frühen postoperativen Phase. Anfangs können Gehhilfen eingesetzt werden.

Das konkrete Belastungsregime wird vom Chirurgen je nach Operationsverlauf und Zustand des Patienten festgelegt.

Wie lange dauert die Erholung?

Die intensivste Phase der Erholung liegt in den ersten Wochen nach der Operation, wenn Gehfähigkeit und Kniebeweglichkeit schrittweise wiederhergestellt werden.

Weitere Verbesserungen von Kraft, Ausdauer und Funktion können sich über die folgenden Monate fortsetzen. Das Tempo der Erholung ist individuell.

Werde ich wieder normal Treppen steigen können?

Die Rückkehr zum Treppensteigen ist eines der funktionellen Ziele der Erholung. Zunächst erfolgt dies nach einer bestimmten Technik mit Unterstützung; mit zunehmender Kraft und Beweglichkeit erweitern sich die Möglichkeiten schrittweise.

Wann kann ich wieder Auto fahren?

Der Zeitpunkt hängt davon ab, welches Knie operiert wurde, wie die Extremitätenkontrolle wiederhergestellt ist, wann Medikamente abgesetzt wurden, die die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen, und wie der Rehabilitationsverlauf insgesamt ist. Die Freigabe zum Autofahren wird individuell festgelegt.

Welche Endoprothese ist die beste?

Eine universell „beste“ Endoprothese gibt es nicht. Moderne Systeme unterscheiden sich in Konstruktion und Stabilisierungsgrad.

Entscheidend sind nicht nur die Marke des Implantats, sondern die richtige Wahl der Konstruktion für den konkreten Patienten, die präoperative Planung und die Präzision der Operation.

Wie lange hält eine Knieendoprothese?

Moderne Endoprothesen sind für eine lange Funktionsdauer ausgelegt. Die Haltbarkeit hängt von vielen Faktoren ab: Konstruktion und Implantation, Alter, Körpergewicht, körperlicher Aktivität und individuellen Besonderheiten des Patienten.

Benötigen Sie eine Beratung?

Wenn Knieschmerzen bereits Ihr Gehen und Ihre Alltagsaktivität einschränken, können wir während der Beratung den Zustand des Gelenks, die Untersuchungsergebnisse und mögliche Behandlungsoptionen beurteilen.

Nicht jeder Patient mit Arthrose benötigt eine Endoprothese. Unsere Aufgabe ist es, herauszufinden, welche Behandlungsmethode in Ihrer Situation optimal ist.